„Das Heimat- und Technikmuseum in Obermehler“

Aufgrund einer in den vergangenen Jahren stattgefundenen örtlichen Sammelinitiative, die sich bemüht, vor allem landwirtschaftliches Gerät sowie Maschinen und Großgerät einschließlich Hausinventar aus dem Ende des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jh. zusammenzutragen, entstand ein riesiger Fundus. Dieser bildet den Grundstock für eine heimat- und technikgeschichtliche Sammlung in Mehler. Als Standort dafür bot sich ein in Gemeindebesitz befindliches, massives Wirtschaftsgebäudes des ehemaligen Gutes an, das in den 80er Jahren des 19. Jh. Entstanden ist. Das Gebäude ist denkmalwürdig und selbst als Exponat anzusehen.

Die Sammelinitiative geht auf Herrn Rainer Kühn zurück, der bereits vor 20 Jahren mit dem Sammeln von alten Motorrädern, Traktoren, Dreschmaschinen und anderen Antriebsmaschinen sowie Großgerät und Arbeitsgerät begonnen und kontinuierlich fortgesetzt hat, wodurch der derzeitige, beachtliche Fundus zusammengetragen wurde.
Der Heimatverein Mehler e. V. hat diese Initiative aufgegriffen und sich als Träger der Sammlung angeboten. Die bisherigen Arbeiten wurden von dem 1998 gegründeten Heimatverein Mehler getragen, der in dem Voranbringen dieser Sammlung auch ein wesentliches Vereinsziel sieht. Er hat sich das Ziel gesetzt, das Leben und Wirken der Landbevölkerung und speziell der Leute in Großmehlra und Obermehler über Generationen hinweg darzustellen und somit der Nachwelt zu erhalten. Der Verein arbeitet eng mit dem Verein für Stationärmotoren, Traktoren und historische Landmaschinen zusammen.

Im Heimatmuseum im Obergeschoss des Rittergutes (ehemaliger Kornspeicher ) ist eine Ausstellungsfläche von ca. 800 m² mit 18 Räume entstanden, die Handwerk und Gewerbe sowie häusliches Wohnen darstellen, wie z.B. Nähstube, Schule, Küche, Stube, Schlafzimmer, Kinoraum, DDR – Museum, Kaufladen, Büro, Bäcker, Schlachter, Schuster, Tischler, Traditionszimmer.
Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich der ehemalige Schafstall des Rittergutes. In der ca. 600 m² Halle befindet sich eine Sammlung von stationären Motoren, Dreschmaschinen, an denen die Entwicklung durch die Jahrzehnte gezeigt werden kann. Des Weiteren werden Landmaschinen wie Ableger, Binder, Grasmäher und weitere Geräte zur Bodenbearbeitung ausgestellt.

Außerdem kann durch zahlreiche Mühlenfabrikate die Entwicklung der Mühlen gezeigt werden.

Angrenzend an das Museum befindet sich eine Scheune mit Wagen, Anhängern, Bindern und diversen Ersatzteilen. Neben diesem Gebäude soll eine Dorfschmiede entstehen.

Öffnungszeiten nach Absprache
Ansprechpartner Ringo Schäfer und Heino Bickrodt